Die aktuellen Zahlen 2025 von DESTATIS

Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes starb jede sechste im Straßenverkehr getötete Person auf dem Fahrrad – insgesamt 462 Menschen, davon 217 auf Pedelecs. Während die Gesamtzahl der Verkehrstoten nur leicht stieg, nimmt die Zahl der tödlich verunglückten Radfahrenden seit Jahren deutlich zu.

Besonders gefährdet sind ältere Radfahrende

Besonders alarmierend: Über 60 % der getöteten Radfahrerinnen waren älter als 65 Jahre.* Bei Pedelec‑Nutzenden liegt der Anteil sogar bei über zwei Dritteln. Die Kombination aus höherem Alter, oft schlechter Infrastruktur und dem wachsenden Pedelec‑Boom zeigt sich hier brutal in der Statistik.

Hauptunfallverusacher sind Autofahrer

Auch die Unfallgegner sprechen eine klare Sprache: In fast 70 % der Fälle, in denen Radfahrende mit einem zweiten Verkehrsteilnehmenden kollidierten, war ein Auto beteiligt. Und obwohl Radfahrende oft als „Verkehrsrowdys“ dargestellt werden, tragen sie bei Unfällen mit Autos nur in 25 % der Fälle die Hauptschuld.

Deutschland hat ein Infrastrukturproblem, kein Radfahrerproblem

Die Zahlen zeigen: Solange Radwege fehlen, Kreuzungen unübersichtlich bleiben und der Autoverkehr dominiert, wird sich an dieser Entwicklung wenig ändern. Die steigende Zahl der Pedelec‑Unfälle ist kein technisches Problem – sie ist ein Symptom einer Verkehrspolitik, die Radfahrende weiterhin als Randerscheinung behandelt.

2025 war ein tödliches Jahr für Radfahrende in Deutschland

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